Airbnb me...

Was tun, wenn der Flug gebucht ist und die Vorfreude wächst, das Budget aber nicht für die Übernachtungskosten in einem Hotel reichen?

 

Wie ich auf preiswertere Weise ein kulturelles Extra zu meiner Reise erhielt, gibt's im folgenden Beitrag...

 

 

 

 

 

In diesem Artikel erwähne ich Airbnb. Dabei handelt es sich weder um bezahlte, noch um gesponserte Werbung, sondern lediglich um Werbung durch Erwähnung.


Mal einfach drei Wochen im Ausland zu verbringen ist natürlich purer Luxus. Sämtliche Ersparnisse gingen für dieses Abenteuer drauf und das Budget war nicht unbedingt das Größte.

Nun hatte ich beim Buchen der Flüge wirklich Glück und konnte an den unbeliebtesten Reisetagen fliegen, was sich erheblich auf die Ticketpreise ausgewirkt hat.

Trotz dieser glücklichen Fügung gab es mein Erspartes einfach nicht her, drei Wochen in einem Hotel zu übernachten.

 

Eine gute Bekannte gab mir letztlich den Tipp, mal bei Airbnb zu schauen.

Diese Möglichkeit kannte ich bis dahin nicht und ich begann zu stöbern.

 

Da ich nicht direkt in NYC wohnen sollte, sondern so nah wie möglich im gut 45 km nördlich von Manhattan gelegenen White Plains, empfand ich Airbnb als wahren Segen für mein Anliegen.

 

Die Plattform Airbnb kann jeder nutzen, der ein Zimmer oder eine ganze Behausung zur Miete sucht, bzw. zum Vermieten bereit stellt.

 

Alleine für das von mir gewünschten Wohngebiet gab es eine, auch finanziell realisierbare, gute Auswahl an Unterkünften für jedes Bedürfnis. 

Als eher skeptischer Mensch recherchierte ich zunächst ein wenig im Internet. Ohaaaa...schnell wurde ich mitgerissen von unglaublichen Airbnb Erfahrungsgeschichten, die mitunter richtige Horrorerlebnisse darstellten.

Von versteckten Kameras bis hin zu nicht existierenden Behausungen.

Die Bandbreite solcher Berichte ist unglaublich und ließ mich in einer absoluten Zwickmühle landen.

 

Sollte ich es wagen und ein Zimmer im Ausland von mir unbekannten Personen mieten?

 

Schwebte ich zunächst auf Wolke sieben und sah mich vor meinem inneren Auge bereits durch Manhattan schlendern, so legte sich mit jedem gelesenen Wort eine Schwere auf mein Gemüt und dieses Gewicht ließ mich ganz langsam aber unaufhaltsam auf den Boden der Tatsachen zurückkehren.

Ich schlief erstmal eine Nacht drüber und schaute mir die Zimmerauswahl im Westchester County, NY noch einmal genauer an.

Hier zeigte sich vor Allem eines: mein gewachsenes Misstrauen gegenüber Airbnb ließ mich Bewertungen unter den angebotenen Objekten und die Texte der Hausbesitzer sehr genau durchlesen und so konnte sich wieder die positive Seite durchsetzen, denn ich fand ein gut bewertetes Zimmer ganz in der Nähe von White Plains zu einem ziemlich guten Preis...da konnte ich einfach nichts anderes tun als zuschlagen.

Immerhin hatte ich sowohl Plan A als auch Plan B falls Airbnb-Technisch irgendetwas schieflaufen sollte.

 

 

Man kann sich also vorstellen, dass ich mit ziemlich gemischten Gefühlen an dem Haus ankam, das ein Zimmer für die nächsten Wochen für mich bereit hielt.

 

Ich klingelte also an der Tür von besagtem Haus, die Tür öffnete sich und vor mir stand die winzigste und zierlichste Peruanerin, die ich im Leben gesehen hatte.

 

Das Zimmer sah genauso aus, wie es die Bilder vorab zeigte.

Ein Einzelbett, ein Schreibtisch, eine Kommode, ein Wandschrank, Gemeinschaftsbad und Gemeinschaftsküche.

 

Da mir bewusst war, dass ich das Zimmer im Grunde nur zum Schlafen und ggf. für die Computerarbeit nutzen wollte, stand ich zufrieden inmitten meiner neuen Herberge.

Oft war ich erst abends im Zimmer, den kompletten Tag auf Achse, dennoch hatte ich hin und wieder die Möglichkeit sowohl mit dem peruanischen Ehepaar zu plaudern, als auch mit dem Bewohner des anderen Airbnb Zimmers, ein Austauschstudent aus Brasilien.

Ich behalte mein Airbnb Erlebnis als sehr positiv im Gedächtnis, meine Gastgeber konnten mir hervorragende Tipps geben, beispielsweise wo man günstig einkaufen kann oder wie man zum Bahnhof kommt.

Zweimal wurde ich sogar zum Bahnhof kutschiert, da er auf dem Weg lag und ich kann nur sagen, die Gastgeber hielten sowohl eine angemessene Distanz zu mir als Gast, als auch eine hervorragende und nötige Präsenz.

 

Möglichkeiten wie diese machen meiner Meinung nach die Welt zu einem Zuhause für alle und ich begrüße das Kennenlernen anderer Kulturen.

Anders als in einem Hotel wird man, insbesondere bei längeren Aufenthalten, zu einem kleinen großen Teil des Gastgeberhaushaltes und lernt voneinander.

 

Als Fazit kann ich nur sagen, dass es für mich immer gut ist, mit gewisser Skepsis an die "Arbeit" zu gehen und und zum Beispiel die einzelnen Zimmeranzeigen sorgfältig zu lesen. Manche Vermieter stellen beispielsweise Hausregeln auf und da ist es besser, sich vorab darauf einzustellen oder direkt zur nächsten Anzeige über zu gehen.

 

Momentan bin ich aktiv dabei, ein Airbnb für den Sommerurlaub auszuwählen.