Schichtdessert à la Kürbiskuchen

 

Endlich ist sie hier:

die Kürbiszeit!

 

Hier kommt eine kreative Interpretation des Klassikers pumpkin pie als Schichtdessert.

 

 

 


Noch immer kann ich mich sehr gut an meinen ersten "echten" pumpkin pie in Amerika erinnern.

Thanksgiving verbrachten wir bei der Schwester meiner Gastmutter und es gab ganz traditionell natürlich auch pumpkin pie als Nachtisch.

 

Zu der Zeit wusste ich noch nicht, dass in mir eine heiße Kürbisliebe schlummerte also beäugte ich das liebevoll hergerichtete Backwerk skeptisch und schnitt mir ein Stückchen ab, so dünn, ich konnte fast durchgucken.

Diese Aktion bereute ich noch während des ersten Bissens, denn blitzartig entfachte die lodernde Kürbisliebe in mir und ich hatte meine Chance verpasst. 

Allen anderen war die Köstlichkeit wohl bekannt und es blieb nichts übrig, nicht mal ein Krümel.

 

Schon komisch, Kürbis gehörte bei meinen Eltern nicht auf die Speisekarte. Ich kannte Kürbis nur süß-sauer eingelegt und naja...das ist nun wirklich nicht meins.

Dass aus Kürbis weitaus interessantere Speisen entstehen können, die nicht im entferntesten mit orange-glibberigen Würfeln zu tun haben, diese Erfahrung lernte ich an besagtem Thanksgiving day.

Seitdem steht Kürbis für mich immer ganz weit oben im Herbst. Im Sommer fange ich meistens schon an, über Rezepte nachzudenken und dann, ja dann ist endlich Herbst und die Kürbisse sind reif und tausend Ideen wimmeln in meinem Kopf. 

 

Eine dieser Sommerideen wurde sofort mit dem ersten Kürbis des Jahres umgesetzt und es entstand direkt mit dem ersten Versuch ein köstliches Dessert.

 

Schichtdessert à la Kürbiskuchen

Zutaten für 4 Portionen:

 

Teig:

  • 100g Dinkelvollkornmehl
  • 50g gemahlene Mandeln
  • 1 EL Öl
  • 3 EL Süße nach Wahl
  • 2 TL Backpulver
  • Pflanzendrink nach Wahl

Kürbiscreme

  • 1/4 Hokkaidokürbis, gegart
  • 5 EL Pflanzencreme
  • 5-8 EL Süße nach Wahl
  • 1/2 TL Zimt
  • etwas Ingwer, Nelke, Kardamom

Creme:

  • 1 Packung schlagbare Pflanzencreme nach Wahl
  • Süße nach Wahl

Alle Teigzutaten in einer Rührschüssel vermischen und so viel Pflanzendrink unterrühren, das ein geschmeidiger Rührteig entsteht.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form

(ca 1/2 Backblech) geben und bei 150 Grad Celsius ca 15 Minuten backen, dann auskühlen lassen.

 

Den gegarten, weichen Kürbis in kleinen Stückchen in einen Zerkleinerer geben und mit der Pflanzencreme und den Gewürzen zu einer cremigen Masse verarbeiten. Ich habe die Kürbismasse mit Ahornsirup abgeschmeckt, hier kann aber jeder seine bevorzugte Süße verwenden.

 

Die Pflanzencreme in einem hohen Gefäß steif schlagen und süßen.

 

Nun werden mit einem Glas 8 Kreise aus dem Mandelboden gestochen und nacheinander werden Mandelboden, Kürbiscreme und Schlagcreme in ein Glas oder Schälchen gefüllt. 

Die letzte Schicht ist die Schlagcreme und darüber kann noch Zimt gegeben werden.

 

Kleiner Tipp: Wer eine natürlichere Schlagcreme bevorzugt, kann auch Kokosmilch aufschlagen und süßen. Ich persönlich wollte hier aber den geschmacklichen Fokus auf den Kürbis legen und finde Kokos zu dominant.